Wenn einer eine Reise tut

Und der Japan-Flug wäre auch gebucht :-). Im Gegensatz zum Griechenland-Urlaub wird für die 14 Tage ein strammes Programm geplant. Da wird nicht gefaulenzt oder einfach nur in der Sonne gelegen. Nö, das wird komplett durchgeplant. Ich bin ja kein Pauschal-Tourist – so überhaupt gar nicht. Ich will Land und Menschen kennen lernen. Auch einer der Gründe, weswegen ich die Sprache minimalst können möchte. Wie sonst kommt man sonst z.B. dazu mitten im öffentlichen Badehaus mit einer Japanerin ins Gespräch zu kommen. Ich will nicht bloß in einer Blase meinen Urlaub machen, sondern danach etwas mit mir nach Hause nehmen. Das sind die Gedanken an unglaublich hilfsbereite Menschen, die einen beim Wiederfinden des verloren gegangenen Geldbeutels helfen. Oder der freundliche Mann, der einen während man schwer Postpakete schleppt einfach so unaufgefordert den Weg zur Post zeigt. Und später sieht man sich im Cafe wieder und erntet ein unglaublich herzliches Lächeln. Wenn man sich auf Land und Leute einlässt und für eine kurze Weile versucht ein Teil des Ganzen zu sein, wird man mit vielen wundervollen Erinnerungen belohnt. Und genau diese will ich dieses Jahr weiter sammeln. Es wird Zeit.

Wie ich meine Reise also organisiere? Im Internetzeitalter ist das mittlerweile unglaublich einfach. Meinen Flug suche ich vorher über eine der bekannten Flugsuchmaschinen (Swoodoo, ITA Matrix) heraus. Das billigste soll hier aber auch nicht her halten – wenn ich mehr als 11 Stunden in nem Flieger sitze, dann will ich mich einigermaßen sicher fühlen. Die erste Hürde habe ich heute also genommen. Der Flug ist gebucht. Danach wird die Reiseroute festgelegt. Wie viel Tage ist man in Tokyo? Wie viel Tage reist man und wohin? Je nachdem wie viel man reist, lohnt es sich nämlich dann den Japan Railpass zu kaufen. Damit kann man in Japan bis auf den allerschnellsten Shinkasen (Nozomi) alle Züge und teilweise auch sonstige öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Für 28.300 Yen für 7 Tage ist man mit dabei. Da leider der Euro so bescheiden zur Zeit steht, sind das aktuell knapp 300 Euro. Die hat man normalerweise aber schon durch die Strecke Tokyo – Kyoto heraus. Und da noch ein paar Städte mehr auf der Liste stehn lohnt sich das normalerweise. Wichtig: Man kann den Railpass nur im Ausland beantragen. Man erhält einen Voucher, den man dann in Japan selber gegen den Railpass einlösen kann. Und Japan ist das perfekte Bahnreise-Land!

Damit wären Flug und Fahrten zwischendurch abgedeckt. Was ist mit Übernachtungen? Da halte ich mich an den verschiedensten Backpacker-Hostels, die man überall in Japan findet. Man muss sich zwar zuerst etwas schlau machen (Lonely Planet!), aber nach 3 Japan-Reisen kann ich bereits einige Favoriten empfehlen. J-Hoppers, Sakura-Hostels und Khaosan kann ich auf jeden Fall empfehlen. Übernachten in der Metropole für unter 30 Euro die Nacht? Klappt damit. Man kann Doppelzimmer bekommen, oder ein Bett im Schlafsaal (bis 8 Betten). Hab ich kein Problem damit – ich bin eh den ganzen Tag unterwegs. Zimmer, Bett und Bad ist sauber – was will ich mehr? Dazu gibt es normalerweise die Möglichkeit kostenlos Internet zu nutzen und man englischsprachiges Personal. Optimal. Und wenn man es etwas schöner mag, hatte ich auch hier typisch japanische Zimmer mit Tatami-Boden und Futon zum ausrollen. Ist also nicht komplett Jugendherbergen-Komfort. Zu den teureren Alternativen komme ich ein andermal…

Essen in Japan? Man könnte im Hostel selber kochen, aber ehrlich gesagt kommt man nicht auf die Idee. An jeder Straßenecke kann man sich durch die japanische Küche futtern. Und es ist weiß Gott nicht teuer. Für 500 Yen ein Menü mit Wasser und Tee soviel man will. In Deutschland kann ich teilweise nicht so günstig essen – außer ich will nach einer Stunde wieder hungrig sein. Man muss sich einfach nur raus trauen, in die nächste Nudelbar setzen und mutig bestellen. Das klappt schon :-).

Und falls man kein Ramen Shop findet? Ein Conbini findet sich auf jeden Fall:

Ach was freue ich mich auf die Reise ^______^

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