Wenn man alles um sich herum vergisst

So ein Tag war gestern. Ich habe schon lange nicht mehr so viel und ausgelassen gelacht, bis wirklich die Tränen gekommen sind. Mittags, nachdem wir alle Accessoires zusammen gesucht hatten, ging es los. Und ich muss sagen – so richtig mit Fotomodell vor der Lise ist es echt noch mal was ganz anderes. Wahnsinn. Anfangs haben wir hauptsächlich mit natürlichem Licht fotografiert – hatte sich bei der Dachwohnung einfach angeboten und ich bin eh hauptsächlich gewohnt mit dem Tageslicht zu arbeiten. Irgendwann hab ich dann den Baustrahler dazu genommen. Das ist echt gewöhnungsbedürftig. Klar wird dann alles gut ausgeleuchtet, aber man muss höllisch auf die Schatten aufpassen… Ich denke, ich werde mich demnächst da etwas durch die Belichtungstheorie durcharbeiten. Kann nix schaden. Außerdem werd ich mir wohl einen ganz simplen Backdrop kaufen, mit dem ich überall ganz schnell einen Studiohintergrund aufbauen kann. Ich denke da allein an einen schwarzen Hintergrund für tolle Lowkey-Aufnahmen…

Wir hatten übrigens auch ein weiteres Fotomodell, das zwischendurch bereitwillig für Testfotos bereitstand:

Kiff

Insgesamt hab ich an dem Tag gut über 1000 Fotos gemacht. Viele Testfotos, einiges verwackeltes, so manches, mit dem wir beide nicht zufrieden waren. Mittlerweile sind wir auf 560 Fotos runter und ich habe bisher bei der ersten Auswahl knapp 30Fotos, die ich echt genial finde. Ich werde die restlichen Fotos nochmal in aller Ruhe durchgehen, aber das ist meiner Meinung nach ein ganz guter Schnitt. Schließlich müssen wir beide ja auch noch lernen, was wie vor und hinter der Kamera funktioniert. Es war auf jeden Fall sehr lehrreich und wir haben uns schon darauf geeinigt die Session fortzusetzen. Unbedingt! Der Tag ging zwar bis 10 Uhr abends, aber wir haben jede Menge Ideen noch nicht umgesetzt. Außerdem will ich wieder einen ganzen Tag so viel lachen können, dass mir die Tränen das Gesicht runter laufen und der Bauch von den ständigen Lachanfällen weh tut :-). Da kann man für einen Tag einfach alles vergessen.

Dummerweise hatte mein Unterbewusstsein was gegen das Vergessen und so bin ich heute Morgen prompt nach einem wieder viel zu real wirkendem Traum wach geworden. Und mit einem mal ist man wieder zurück… Ach gebt mir wieder meine Kamera.

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