Buchstabensalat

Heute habe ich im Grunde den gesamten Tag mit Schreiben zugebracht – von morgens 9 bis jetzt einschließlich.

Es hat jemand zu mir gemeint, dass ich doch ganz gut schreiben würde… Manchmal frag ich mich, weshalb das so ist? Manchmal scheint der Weg von meinem Gehirn zu den Fingern einfach kürzer zu sein, als der vom Hirn zum Mund. Ganz schön seltsam. Wenn ich da an eine Freundin denke, für die es schon eine Qual ist bloß eine Postkarte aus dem Urlaub zu schreiben 🙂 – lustig wie unterschiedlich die Typen schon sein können. Bei mir scheint einfach zwischen Mund und Hirn ein viel zu strenger Filter zu sitzen, der die ganzen Dinge da nicht durch lässt. Aber das Schreiben umgeht diesen Sicherheitsmechanismus auf magische Weise. Okay-  es ist mir dafür auch schon mehr als einmal passiert, dass ich was geschrieben und mir hinterher gedacht hab „Wat’n Quark hast Du da eigentlich gerade produziert?!“. Aber egal was für ein Mist da manchmal seinen Weg heraus gefunden hat, es war schon gut so. Das muss alles irgendwie raus – wenn es für mich eben das Schreiben ist, dann soll’s halt so sein. Da muss meine Umwelt schon irgendwie mit zurecht kommen ^_^. Und wieder muss ich da an das eine Zitat denken „Ich schreibe mir die Seele frei“. Das stimmt schon…

Don't Forget to Stop and Smell the Roses

By Express Monorail

Ansonsten war der Tag recht unspektakulär. Nur heute Abend ist mir der Gedanke gekommen, dass ich einen Duft vermisse. Sich zu sehr mit all seinen Sinnen auf etwas einzulassen kann auch in gewisser Weise eine Qual sein. Das ist wie mit dem Frühling, den man so unglaublich vermisst. Das wärmende Gefühl der ersten Sonnenstrahlen auf der Haut. Das Geräusch, das der Wind macht wenn er durch die grünen Bäume weht. Die Natur um einen, der man dabei zuhören kann, wie sie aus dem Winterschlaf erwacht. Oder einfach der unverkennbare Duft, der in der Luft liegt. Versucht es einmal selber – wie riecht für Euch der Frühling, Sommer, Herbst oder Winter? Jeder hat doch seinen ganz einzigartigen Duft. Und genauso geht es mir gerade – ich erinner mich an einen Duft, den ich mag und vermisse und wieder riechen möchte. So viele Kleinigkeiten, die einem ein Lächeln bescheren können…

2 comments

  1. Marie says:

    Ich verstehe was du meinst. Manchmal geht es mir auch so, dass ich meine GEdanken einfach nicht in gesprochene Worte verpacken kann, sie mir geschrieben aber nur so dahinfliessen. Manchmal ist das ein Fluch aber auch oft ein Segen 😉

  2. Nina says:

    Da bin ich ja froh, dass es noch andere „Leidensgenossen“ gibt, denen es da ganz genauso geht wie mir ^_^. Manchmal sind die Dinge sooo einfach zu schreiben – aber unendlich schwer auszusprechen. Schon verflixt…

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