Wie würdet Ihr Euch fühlen?

Könnt Ihr Euch vorstellen, was für ein Gefühl es sein muss seit einer Woche von ständigen Erdbeben heimgesucht zu werden? Über die ganze Fukushima-Berichterstattung ist meiner Meinung nach die eigentliche Katastrophe aus den Augen verloren gegangen. Von Japanern und Ausländern in Tokyo hört man, dass ein schlimmes Nachbeben mehr gefürchtet wird als mögliche radioaktive Strahlung aus Fukushima. Damit will ich weiß Gott nicht die Lage dort herunterspielen – keineswegs! Aber nun versucht Euch vorzustellen, Ihr hättet ein solches Beben erlebt:


Japan Erdbeben

Und jetzt stellt Euch vor, dass seit einer Woche die Erde auf der Du stehst nicht mehr zur Ruhe kommt. Diese Seite zeigt den Ablauf sämtlicher aufgezeichneter Erdbeben seit dem 11. März in Japan. Am Anfang dauert es eine Weile, aber dann geht es umso erschreckender weiter. Schreckliche Vorstellung. Die Folgen des Tsunamis könnt Ihr hier sehen. Die Fotos zeigen wie der Tsunami die Region getroffen hat. Eine Woche von Erdbeben und den Folgen des Tsunamis gebeutelt, der Schlaf kommt zu kurz und man hofft nur, dass sich die Lage entspannt. Wenn ich dann lese, dass die Spenden für Japan nur spärlich im Vergleich zu anderen Katastrophen der letzten Jahre zusammenkommen macht mich das wirklich traurig. Die Leute sagen „Japan ist doch ein so reiches Land“. Aber für Amerika nach Katrina wurde gespendet?? Die Menschen in Japan brauchen Hilfe. Also vergesst einmal Eure falschen Vorstellungen – dort ist ein Land in dem Menschen sterben, weil die Notfallversorgung nicht nach- oder durchkommt, weil die Erde nicht aufhört zu beben und Strom, Wasser und Gas fehlen. Zusätzlich ist es wieder kalt und schneit teilweise in den betroffenen Gebieten. Würde ich in Japan leben und wäre nicht betroffen würde ich mir jetzt ehrlich gesagt auch wie andere überlegen in die betroffenen Regionen zu fahren um zu helfen, aufzuräumen und etwas zu tun. Aus der Entfernung bleibt mir zumindest die Möglichkeit über Spenden zu helfen. Also überlegt nicht lange – auch wenn es nur 5 Euro sein sollten, jede noch so kleine Spende kann helfen:

Spendet beim Deutschen Roten Kreuz:

Spendenkonto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Tsunami 2011

Ach ja, und zu den ausländischen Berichten, dass so viele derzeit aus Japan flüchten: Hier berichtet Otaku-Blogger Danny Choo über die reale aktuelle Situation in Tokyo. Er war zur Zeit des Bebens im Ausland, entschied sich aber zurück nach Japan zu fliegen.

Schreibe einen Kommentar