Und nun?

Das frage ich mich im Moment… Der Kopf ist seit einer Weile so voller Dinge – verwirrendes und so viele schreckliche und traurige Ereignisse. Verschiedenste Dinge, die einen so unvermittelt aus dem Alltag reißen. Manchmal fragt man sich dann wie man normal mit dem Tagesablauf weiter machen soll, wenn die Gedanken um jede Menge andere Dinge kreisen. Wo soll man sich ausklinken, um von seinen Sorgen und Gedanken nicht ganz eingenommen zu werden? Oder ist es gar zu egoistisch nicht alles an einen ran zu lassen? Ich weiß es nicht… Richtig oder falsch – da verschwimmen irgendwann die Grenzen.

By Βethan

Das deutsche Fernsehn kann ich mir kaum noch antun. Ein Kommilitone hatte die derzeitigen Sendungen ganz gut mit dem Begriff „Elendsporno“ umschrieben. Viel mag ich eigentlich auch nicht mehr dazu schreiben – das ewige Diskutieren der letzten Tage ist doch irgendwann ermüdend. Es ist schwer aus der Entfernung diese Katastrophen verfolgen zu müssen. Wenn man sich nach den unterschiedlichsten Berichten, Videos und dergleichen versucht in die Situation von Freunden und Bekannten in Japan zu versetzen geht einem das schon nahe. Ich versuche einfach aus der Entfernung wenigstens einen kleinen Beitrag zu leisten und hoffe aus tiefstem Herzen, dass Japan bald wieder auf die Beine kommt und sich von diesem herben Schlag erholt. So schnell wie möglich möchte ich dort wieder meine Freunde treffen und das Land das ich so sehr liebe wieder in seiner ganzen Schönheit erleben. Ich kann es schwer beschreiben, aber sobald ich in Japan bin habe ich dieses Gefühl von totaler Entspannung. Ich vermisse das Gefühl angekommen zu sein und den Moment zu erleben und zu genießen. In Deutschland fällt mir das mitunter schwer…

Vielleicht sollte ich demnächst mal wieder häufiger das Wochenende dazu nutzen bei einem gutem Kaffee und hoffentlich etwas Sonne neue Kraft zu tanken. Trier, Saarlouis oder Paris – das klingt schon nicht schlecht. Irgendwo find ich dann ein Plätzchen, wo ich Kaffee schlürfend sagen kann „Life is good“.

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