Lust auf etwas Japan?

Von mir kann ich das nämlich mehr als behaupten ^_^. Da ich meinen Kollegen schon etwas auf den Keks gehe mit meiner Vorfreude, muss ich ein bisschen was davon hier abladen. Der erste Schritt wäre geschafft – der Flug zur Reise ist gebucht! Am 9. April werde ich also abermals in den Flieger gen Japan steigen und gute 12 Stunden später morgens in Nippon ankommen. Zurück geht’s erst wieder am 1. Mai – es stehen also 3 fantastische Wochen an.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um ein paar nützliche Tipps für weitere Japan-Interessierte loszuwerden. Würde mich freuen, wenn ich dem einen oder anderen mit meinen Erfahrungen weiterhelfen kann. Ich gehöre ja zu den Menschen, die Pauschalreisen die von A bis Z durchorganisiert sind gar nicht leiden können. Wer mich kennt wird wissen, dass ich es vorziehe selber zu planen und gerne die Kontrolle behalte. Wenn ich schon viel Geld für eine Reise lasse, dann will ich mich auch spontan dazu entschließen können, etwas ganz anderes als anfangs geplant zu machen. Außerdem gibt es nichts Spannenderes auf solchen Reisen die „Einheimischen“ kennen zulernen. Meiner Meinung nach sammelt man auf diese Weise einzigartige Erinnerungen. Ich denk da nur an den Bar-Besitzer in Harmonica oder die Unterhaltungen während man sich in einem rustikalen Sento entspannt hat. Gewiss wird auch diese Reise viel schöne Erinnerungen mit sich bringen.

Kyoto Tempel

Bester Zeitpunkt für eine Japanreise

Für jeden Geschmack gibt es die passende Reisezeit in Japan. Meine letzten 3 Reisen fanden im Frühjahr, Sommer und Herbst statt. Den Winter habe ich bisher noch nicht live dort erlebt, da ich aber kein ausgesprochener Winter-Fan bin, ist das nicht so schlimm. Außerdem sei gesagt, dass Doppelverglasung und Heizungen in Japan nicht standardmäßig zu erwarten sind. Stattdessen wird das Zimmer schon mal von der Klimaanlage oder dem Kerosin-Ofen beheizt. Alternativ verschanzt man sich einfach unter seinem Kotatsu und bewegt sich von dort nicht mehr fort ^_^.  Aber zurück zu den Vorzügen der verschiedenen Jahreszeiten – auf die die Japaner im übrigen sehr stolz sind, bzw. innig lieben:

  • Winter:
    Der Winter kann wie erwähnt schon mal etwas kalt für verwöhnte Vielheizer werden, dafür bietet er in Japan unterschiedliche Möglichkeiten. Zum einen kann man natürlich gezielt in die Ski- und Schneeregionen fahren, insofern man den Schnee ausgiebig genießen will. Weihnachten wird in Japan nicht wirklich gefeiert – es ist eher ein Fest für Paare und die Weihnachtsdeko ist nicht mit deutschen Maßstäben zu vergleichen. Silvester wird ebenfalls anders gefeiert. Kein großes Feuerwerk – stattdessen wird nach Mitternacht zum nächstgelegenen Schrein gegangen.
  • Frühling:
    Mein Favorit – es gibt einfach keine schönere Jahreszeit. Der Frühling ist meiner Meinung nach recht mild und im April hat man definitiv Aussicht auf sonnige Tage, an denen man sich an der erwachenden Natur freuen kann. Besonderes Highlight ist natürlich die Zeit der Kirschblüte. Stellt Euch vor, Ihr lauft durch einen Park der links und rechts nur von blühenden Kirschbäumen gesäumt ist. Wenn der Wind weht ist die Luft voller Blätter und es sieht aus, als würde es Blüten schneien. Diese Eindrücke wird man jedoch kaum alleine genießen können stattdessen ist davon auszugehen, dass man umgeben von sehr vielen Japanern sich seinen Weg durch die Massen kämpfen wird. Schöne Gelegenheit aber mit eben diesen ins Gespräch zu kommen – einfach dazugesellen und ein Picknick mit entsprechendem Alkoholbeitrag genießen. Die Kommunikation klappt dann auch gleich viel besser ;-).
  • Sommer:
    Der Sommer ist wie der Winter auch nicht jedermanns Angelegenheit. Es wird sehr heiß (über 30°) und es herrscht eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Man duscht morgens, zieht sich an und die Klamotten sind nach 5 Minuten schon wieder nass. Aber man gewöhnt sich dran ^_^. Hier kommen einem die vielen Getränkeautomaten an jeder Straßenecke zu gute. Zusätzlich sollte man grundsätzlich an ein kleines Handtuch denken und einen Handfächer mit sich tragen. Ist dort vollkommen normal und man ist sehr schnell dankbar dafür. Die besonderen Pluspunkte des Sommers sind die vielen Festivals und Feuerwerke. Wer einmal ein japanisches Feuerwerk erlebt hat findet jedes noch so tolle deutsche Silvester-Feuerwerk dagegen popelig. Wiedermal kommt man um Menschenmassen nicht umher, aber wenn Ihr im Sommer in Japan seid nutzt die Gelegenheit und schaut eins der Feuerwerke. Dies kann schon mal gut über eine Stunde dauern… Was ich noch am Sommer mag sind die Zikaden. Manchen nerven die Tierchen vielleicht, aber ich finde dieses Geräusch unglaublich beruhigend. Weniger nett sind natürlich die Kakerlaken, die in dieser Zeit in so ziemlich jedem japanischen Haus anzutreffen sind. Die japanischen können übrigens auch fliegen… Aber gehört eben dazu.
  • Herbst:
    Der Herbst ist wie der Frühling eine sehr angenehme Reisezeit. Das Wetter ist sehr lange mild und man muss nicht ständig auf schlechtes oder kaltes Wetter gefasst sein. Zusätzlich kann man zu diesem Zeitpunkt die Herbstlaubfärbung erleben. Ebenfalls ein Erlebnis in Japan.

Insgesamt empfehle ich also den Herbst oder Frühling als optimale Reisezeit für Japan. Im nächste Post werde ich mehr zur kompletten Reiseplanung (Flug, Übernachtungen und sonstige Vorbereitungen) schreiben. Also seid gespannt ^_^.

 

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