Essentials

Dinge ohne die ich nicht kann… Da gibt es ein paar, eine Sache steht aber ganz weit vorne:

Da ich häufiger das Problem habe, einfach nicht abschalten zu können, benötige ich vor allem eines: Musik! Es gibt nichts Besseres, als nach einem beschissenen Tag, wenn der Kopf wieder mal am Überlaufen ist einfach die Regler aufzudrehen und sich beschallen zu lassen ^_^. Irgendwie gibt es nichts Besseres, bei dem ich sofort in den Ruhemodus runterfahren kann. Der Kopf ist kurz vorm Platzen, das Kopfkino lässt einen mal wieder nicht in Ruhe? Probiert es mal selbst aus! Macht das Licht im Zimmer aus, setzt Eure Kopfhörer auf, legt Euch auf den Rücken und versucht jeden Muskel total zu entspannen. Dann schaltet die Musik ein – laut. Bestens geeignet (für mich) hierzu sind Linkin Park, Evanescence, Die Happy oder auch Faithless. Dreht die Lautstärke weiter hoch ,spürt den Bass und schließt die Augen…

Diese „Technik“ hat mich bereits ein paar mal aus so manchem Loch totaler Erschöpfung (ich denke da nur an meine Diplomarbeit und das nächtliche Durcharbeiten vor der Abgabe) rausgerissen und ich habe mich danach immer richtig Energie geladen gefühlt. Ich genieße dann das Gefühl im Dunkeln nur noch die Musik wahrzunehmen – sonst nichts. Durch das totale Entspannen hat man das Gefühl in der Musik zu schwimmen. Schwer zu beschreiben, aber es ist wahnsinnig entspannend. Seichte Musik tut den Zweck leider nicht, da diese dann eher den Effekt mit sich bringt, dass man sich nur weiter runterziehen lässt.

Andere Sachen, ohne die ich nicht kann sind meine Kamera, meine Bücher und mein PC. Wobei der PC nicht selten Segen und Fluch zugleich darstellt. Klar könnte ich mir den Alltag ohne Internet nicht mehr wirklich vorstellen, man muss nur darauf achten, gewisse Grenzen zu ziehen. Die Bücher dagegen sind immerzu gute Weggefährten. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch weggeworfen. Lieber versuche ich es zu verkaufen, oder verschenke es letztendlich. OK, ich geb’s zu, ich bin ein sehr wählerischer Leser – mit Romanen kann man mich großteils jagen ;-). Da bin ich doch eher ein Fan der Fachliteratur… Zu Schulzeiten musste ich oft einige Stunden auf meinen Bus nach Hause warten. Die Wartezeit hab ich mir meist damit vertrieben, dass ich zur Stadtbibliothek und dort auf Erkundungstour gegangen bin. Und noch heute liebe ich es, in einer großen stillen Bibliothek die Regale zu durchforsten und neue / alte Bücher zu entdecken.

Ja, ich besitze mittlerweile auch einen eBook-Reader, damit werde ich aber nicht aufhören Bücher zu kaufen. Es ist eher so, dass ich mehr lesen möchte und kann. Durch den eBook-Reader kann ich schnell mal ein paar Seiten zwischendurch in meiner eigenen kleinen digitalen Bibliothek lesen und kurzfristig abschalten. Und zu Hause wird dann das alte zerlesene Buch aufgeklappt, dran gerochen und in aller Ruhe bei einer heißen Tasse Tee ein paar Stunden gelesen.

Was ich mit diesem Post eigentlich sagen will? Nun, man muss sich in Alltag seine eigenen kleinen Inseln schaffen, um mit deren Hilfe neue Energie zu tanken.  Der Eine setzt abends die Kopfhörer auf, ein anderer geht joggen oder liest ein gutes Buch. Wenn Ihr also in Eurem Alltag zwischendurch das Gefühl habt, eine Verschnaufpause zu benötigen, tut es auf diese oder ähnliche Weise. Euch sagt nichts von dem erwähnten zu? Geht raus, zum nächsten Park, Teich oder zu einer Parkbank. Setzt Euch hin und nehmt bewusst Eure Umgebung war: die zwitschernden Vögel, der Fisch, der nach Futter schnappt, den Luftzug, der durch Euer Haar weht. ERLEBT bewusst  jede Sekunde, jede Momentaufnahme und nehmt dieses Bewusstsein mit, wenn Ihr Euch neuen Aufgaben widmet. Das sind die Essentials, die einen immer wieder zurück zum eigentlichen Moment bringen und meinem Empfinden nach so wichtig sind. Wie schnell kann ein solcher Moment zu Ende sein…

Momentaufnahme

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