Pink rockt das Haus

Am Samstag hat ganz Deutschland Lena angefeuert. Ganz Deutschland? Nein, über 42.000 Menschen im Rheinenergie Stadion in Köln  haben mit einer anderen Queen des Entertainments gefeiert: P!nk gab den Auftakt zu ihrer Funhouse Summer Carnival Show durch Europa. Das Konzert war  komplett ausverkauft und bot so einiges. Für mich war es das erste P!nk Konzert. Klar besitze ich bereits 2 Konzert-Dvds und von Anfang an alle CDs, aber P!nk live zu erleben ist noch mal das Sahnekroenchen oben drauf. DAS muss man einfach erlebt haben. Vor ein paar Monaten hatte ich mich also entschlossen, mir ein Ticket für das Konzert zu leisten. Klar sind knapp 70 Euro nicht gerade wenig, aber da ich mich selber zum Abschluss meines Studiums belohnen wollte, gab ich gerne das Geld dazu aus. Leider wollte keiner meiner Freunde mit zu der Veranstaltung, das hielt mich jedoch nicht davon ab, einfach alleine nach Köln zu tingeln. Dafür hatte ich einen unbeschreiblichen Abend mit einem genialen Sitzplatz seitlich der Bühne – perfekte Aussicht auf die Bühne und nicht zu weit weg. Für das nächste P!nk-Konzert habe ich mir jedoch vorgenommen, mich in den Pulk vor der Bühne zu wagen. In der Masse und näher an der Bühne lässt es sich viel besser zur Show ausflippen. Aber nun mal zur eigentlichen Show:

Pink in Köln 2010

Pink in Köln 2010

Das Konzert begann um 17:00 mit der ersten Vorband Stanfour. Die gaben einen sehr soliden Auftakt und stimmten so langsam ein. Gefolgt wurden die von meinem Favoriten: Butch Walker and the Black Widows. Meine Fresse, haben die gerockt! Von der Richtung würde ich die Band nahe Mando Diao und Franz Ferdinand beschreiben, nur rockiger. Butch Walker heizte der Menge so richtig ein und zerschrammelte währenddessen auch schon mal eine Gitarre auf der Bühne. Dann ging es mit der kleinen Gitarre weiter: little guitar means PARTY! Das kann ich nur unterschreiben. Ich werde die Kerle auf jeden Fall weiter verfolgen. Schade, dass ich am Sonntag nicht weiter in Köln war, sonst hätte ich es mir echt ueberlegt, abends zum Konzert von den Black Widows zu gehen.

Der dritte Support Act enttäuschte hingegen – zumindest mich. Nikka Costa performte unter anderem ihren aktuellen Hit Ching Ching Ching. Was mich jedoch wahnsinnig störte war, dass der Sound vorne und hinten nicht passte. Die Bässe schrien einfach nur und die Musik tat mir einfach nur weh in den Ohren. Auch die restlichen Nummern konnten mich nicht so sehr begeistern Es machte einfach keinen Spass.

Letzte Vorband war Paolo Nutini. Mir ebenfalls völlig unbekannt, jedoch wieder eine solide Performance und auf jeden Fall besser als Nikka Costa.

Die Vorbands waren also alles in allem eine gute Mischung. Man hätte jedoch die Stimmung besser steigern können, wenn die Black Widows als letzte dran gewesen wären.

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink Summer Carnival Köln 2010

Pink on stage - Köln 29.5.2010

(Die Fotos gibt’s nochmal hier)

Passend zum Open Air fing es nun so langsam an zu regnen, dies sollte der Stimmung jedoch keinen Abbruch tun. Kurz vor dem eigentlichen Konzertbeginn so gegen 21:00 stieg dann die Stimmung in der Arena. Minutenlang ging eine Laola Welle nach der nächsten durch die Menge. Man spürte die Vorfreude der 42.000 Fans. Dann endlich begann die Show: Eine grosse Kiste mit 4 riesigen Ballons dran wurde langsam mit einem Kran über die Menge gehoben. Als dieser endlich in der Mitte der Arena stoppte, kamen die ersten Leute auf die Bühne. Eine grosse Kanone zielte auf die Kiste und nach einem lauten Knall platzten die Ballons, viele kleine regneten auf die Menge und mit ihnen stürzte eine P!nk mit gelbem Umhang runter auf die Bühne aus 30 Metern Höhe. Alter Finne! Was für ein Auftakt!

Als kurzes Intro startete Get the Party started. Nach ein paar Sekunden ging er Song jedoch direkt in Funhouse über:

Gefolgt von dem nahtlosen Übergang zu Ave Maria. Ich liebe diesen Song ^_^

Weiter ging es mit Who knew:

Danach kam der aktuelle Hit Bad influence. Perfekt zum Abfeiern:

Hiernach wurde es Zeit für den ersten Kostümwechsel. Aber anstatt hinter der Bühne zu verschwinden, wurde einfach eine spanische Wand auf die Bühne geschoben und P!nk legte eine heiße Stripshow hinter der beleuchteten Wand hin. Somit wurde sogar der Kostümwechsel Teil der Show. Sehr gelungen muss ich sagen:

In neuem Kostüm konnte dann die Show mit Please don`t leave me weitergehen:

Natürlich durfte auch ein weiterer meiner Lieblingssongs nicht fehlen: Sober. Hier hat mir das kurze Gitarrensolo auch gut gefallen.

Beim nächsten Lied (I`m not dead) passierte es dann, dass P!nk einen Text-Aussetzer hatte und einfach nur trocken meinte, dass sie immer den Text vergisst. Das amüsante war nur, dass das Publikum eine Weile später ebenfalls nicht die Lyrics parat hatte ^_^. Dies sorgte auf jeden Fall für ein Schmunzeln.

Nun ging es mit einer kleinen Show-Einlage weiter. Erneut umgezogen sang P!nk Unwind und lieferte eine akrobatische Show mit einem großen Tuch, wie sie auch schon in alten Shows vorkam.

Mit anderem Rock ging es nun spannend weiter. Nach kurzer Ansprache rief P!nk ihren „Drinking Buddy“ Butch Walker auf die Bühne. Auf der Gitarre und mit der Stimme unterstütze dieser P!nk bei Mean. Die beiden zusammen waren echt der Hammer.

Das sollte aber erst der Anfang sein. Es folgte nämlich ein Cover-Duett der beiden. P!nk sang Basket Case von Green Day, wohingegen Butch Walker Generation von the Who zum Besten gab. Was für eine Show!

Beendet wurde die Cover-Time mit Roxanne. Allererste Sahne!

Dann kam der große Gummiball zum Einsatz. P!nk stieg in den Ball und rollte damit über das Publikum vor der Bühne, das begeistert die Hände hoch riss. Heil angekommen bei der Bühne meinte sie nur, dass dies der erste Versuch mit der Kugel war und dass sie echt Schiss davor gehabt hatte. Aber es lief ja alles gut und es war eine geniale Idee. Genau das Richtige für ein Open Air.

Weiter ging es mit dem Song Whaddya want from me. Für die, die es nicht wissen: der Song wurde von P!nk geschrieben:

Als nächster Song kam Just like a pill:

Und dann Try too hard:

Nach kurzer Umfrage, was sie lieber spielen solle, entschied sich P!nk mit dem Ausspruch „Dammit. New Setlist, whatever“ für U + ur hand 😉

Time for silly dances – Leave me alone. Das durfte nicht fehlen! Im letzten Chorus verabschiedet sich P!nk im Grunde schon von der Bühne…

Das Publikum wollte natürlich mehr und es sollte ein Wahnsinns-Finale mit So what bekommen. P!nk flog an Seilen über das Publikum durch den Regen und mit einer Pyro-Show endete alles.

P!nk verabschiedete sich mit einem „Thank you“ und das Konzert war zu Ende. Leider etwas abrupt – das Publikum war gerade so richtig auf Touren gebracht worden. Aber trotz allem, wurde den Fans ein super Programm geboten. Der Summer Carnival ist nicht nur einfach Funhouse 2.0 – es ist ein komplett neues Konzert, dass speziell auf Open Air zugeschnitten wurde. Und nicht schlecht, wie ich finde.

Hier noch mal alle Lieder in der Playlist:

  1. Get the Party started
  2. Funhouse
  3. Ave Maria
  4. Who knew
  5. Bad influence
  6. Please don`t leave me
  7. Sober
  8. I`m not dead
  9. Unwind
  10. Mean
  11. Covertime: Basket Case/Generation (mit Butch Walker), Roxanne
  12. Whaddya want from me
  13. Just like a pill
  14. Try too hard
  15. U + ur hand
  16. Leave me alone
  17. Zugabe: So what

Zwei Punkte geben dem Konzerterlebnis jedoch einen klitzekleinen Abzug:

  • Die Show war mit 80 Minuten etwas zu kurz
  • Ich hätte mir einen Teil mit den langsamen Songs gewünscht (ich hab Family Portrait vermisst)

Ich kann jedoch nachvollziehen, dass P!nk bei diesem Konzert eine reine Show mit schnelleren Liedern gemacht hat. Für Open Air eignet sich das einfach besser und somit kann man diese Entscheidung verstehen. Also einfach nur schade, dass die Show so kurz war. Durch die Begeisterung wurde man zusätzlich während der Show in einen Flow versetzt, so dass die Zeit noch schneller an einem vorbei zu fliegen schien. Aber die Show war einfach der Wahnsinn, so verzeihe ich P!nk gerne dieses kleine Manko 😉 Und eins ist sicher. Dies war nicht mein letztes P!nk Konzert!

Fazit:

Alles in Allem also eine klasse Show. Es wurde ein super Open Air Konzert geboten mit fantastischen Effekten, aber eben nicht so over the top wie bei normalen Indoor-Konzerten. Es wurde sich auf das Wesentliche konzentriert und somit wurde auf aufwendige Kostümwechsel, zu viele Backgroundtänzer und Veränderungen in der Kulisse verzichtet. Eine gute Entscheidung, wie ich finde. Stattdessen stand der Kontakt zum Publikum im Vordergrund. Sei es dadurch, das P!nk immer mal wieder zu den Fans runter hüpfte, über die Menge flog oder in einem großen Ball über das Publikum rollte. Schade um die kurze Verabschiedung und die knappe Zugabe. Das hat meine Begeisterung trotzdem nicht geschmälert. Als weitere Songs für die Playlist hätte ich mir noch folgende Lieder gewünscht:

  • Trouble
  • Cuz I can
  • Fingers
  • God is a DJ
  • Last to know
  • Don’t let me get me

Zusammen mit diesen Liedern hätte man weiterhin das schnelle Tempo der Show halten können – alles klasse Songs, um Party zu machen – und das Konzert hätte seine 2 Stunden erreicht. Aber auch die 80 Minuten waren allererster Sahne und ich kann nur sagen, dass P!nk echt weiß, wie man eine riesengroße Party mit 42.000 Leuten feiert – eins der größten Konzerte, dass sie bisher gegeben hat. Danke P!nk!

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